Die Rennmaus

Es gibt viele verschiedene Arten von Rennmäusen (etwa 100), die zumeist aus Asien und Afrika stammen. Die bei uns als Haustier am verbreitetsten und überwiegend vorkommende Rennmaus ist die Mongolische Rennmaus, mit der ich mich auch hier beschäftige.

Was ist eine Rennmaus?
  • Klasse: Säugetier
  • Ordnung: Nagetier
  • Familie: Langschwanzmäuse
  • Unterfamilie: Rennmäuse
  • Art: Mongolische Rennmaus

Oft wird die Mongolische Rennmaus auch als Gerbil = Ableitung der Gattung Gerbillus bezeichnet, was aber eigentlich nicht korrekt ist, da die Mongolische Rennmaus der Gattung Meriones angehört.

Über die Rennmaus
  • Größe:  ca. 10cm-13cm (ohne Schwanz)
  • Schwanzlänge: ca. 8cm-11cm
  • Gewicht: ca. 75g-110g
  • Lebensdauer: durchschnittlich 3-4 Jahre
  • Aktivität: Tag/Nacht ca. 4 Stundentakt

Natürlich sind dies nur Mittelwerte und es gibt bei allen Angaben auch immer mal einen Ausreißer nach Oben und Unten, so kann eine Rennmaus durchaus auch mal 5 Jahre alt werden.

Lebensweise der Rennmaus

Die Mongolische Rennmaus lebt in ihrem natürlichen Lebensraum (Steppe, Halbwüste, Grasland) in Bauten, die aus verzweigten Tunneln bestehen und Schutz vor Hitze, Kälte und Fressfeinden bieten. Da das Buddeln und Graben somit in der Natur der Nager liegt, sollte die Einstreu im Gehege ausreichend hoch sein.

Die Rennmaus lebt in ihrer natürlichen Umgebung in Familienverbänden, in denen sich lediglich das Alphapaar fortpflanzt. Nach ca. 3-6 Monaten im Familienverbund werden die Jungtiere vom Alphapaar (den Eltern) vertrieben und müssen sich zum Gründen eines eigenen Familienverbundes einen Partner suchen. Auf Grund diesen Verhaltens, werden in der Heimtierhaltung nur gleichgeschlechtliche Gruppen gehalten, da man ansonsten zu viel Nachwuchs und auch Vertreibungskämpfe zu erwarten hätte. Je größer eine Heimtiergruppe ist, um so eher kann es zu einem Zerfall dieser kommen, am stabilsten sind 2er Gruppen und empfehlen würde ich dir maximal eine 4rer Gruppe, jedoch nur, wenn du eine Ausweichunterbringung für den Streitfall hast. Von größeren Gruppen rate ich ab.

Da Rennmäuse in Ihrem Territorium pro Tag ca. 1 -1,5km Weg zurücklegen, muss bei der Unterbringung ausreichend Platz zum Rennen zur Verfügung stehen und mindestens ein Spielgefährte vorhanden sein.

Wie bereits erwähnt versteht sich eine Rennmaus nur mit Rennmäusen aus ihrem familienverbund und erkennt die Mitglieder am Geruch, den sie aus ihrer Duftdrüse am Unterbauch absondert (für Menschen nicht riechbar). Deshalb müssen einzelne Verbliebene aus einer ansonsten verstorbenen Rennmausgruppe aufwendig Vergesellschaftet werden, was nicht immer erfolgreich verlaufen muss.

Sie ernährt sich hauptsächlich von Samen und Früchten, die in Ihrem natürlichen Lebensräumen sehr unterschiedlich seien können, sowie selten auch von Mehlwürmern, oder Grillen. Ein gutes Futter ist bei der Haltung sehr wichtig, ich empfehle den Bunny Rennmaustraum*, da in diesem alle Komponenten enthalten sind.

Die Rennmäuse halten keinen Winterschlaf, sammeln in der Natur jedoch Vorräte für den Winter in ihrem Bau. Sie sind sowohl am Tag, als auch in der Nacht aktiv (ca. alle 4 Stunden im Wechsel). Obwohl sie in der Natur durchaus mit Temperaturunterschieden umgehen können, solltest du sie zu Hause vor zu hoher und zu niedriger Temperatur schützen und die Temperatur stets im Bereich zwichen 20 und 24 Grad halten (normale Raumtemperatur)

Wenn du noch mehr über die Mongolische Rennmaus erfahren möchtest, dann schaue doch mal hier: Wikipedia – Mongolische Rennmaus

 

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